PROFINET IO

Remote-I/O-Modul mit PROFINET RT über Industrie-Ethernet — schnelle Inbetriebnahme per GSDML und Dual-Ethernet-Ports.

Industrie-Ethernet. Echtzeit-I/O.

PROFINET ist der offene Ethernet-Standard, der von PROFIBUS International (PI) für die industrielle Automatisierung entwickelt wurde. Im Rahmen der IEC 61784-2 verbindet das Protokoll die TCP/IP- und Ethernet-Infrastruktur der IT-Welt mit den Echtzeitanforderungen der industriellen Fertigung — und zählt heute zu den am weitesten verbreiteten Industrienetzwerkprotokollen.

Während klassisches PROFIBUS auf zweidrahtige RS-485-Verkabelung setzt, verwendet PROFINET standardmäßige CAT5e/CAT6-Kabel und RJ-45-Stecker. Dieser Übergang bringt konkrete Vorteile: einfachere Installation, höhere Bandbreite (100 Mbit/s und mehr), skalierbare Adressierung und Fernzugriff auf Feldgeräte. ASCII-basierte GSD-Dateien für PROFIBUS werden durch XML-formatierte GSDML-Dateien für PROFINET ersetzt — vertraute Engineering-Konzepte bleiben erhalten und erleichtern die Migration.

PROFINET bietet drei Kommunikationsebenen: Standard-TCP/IP für Parametrierung, Diagnose und IT-Integration; Real-Time (RT) für deterministische I/O-Anwendungen mit 1–10 ms Zykluszeiten; und Isochronous Real-Time (IRT) für Bewegungssteuerung mit Submillisekunden-Zykluszeiten. DCP ermöglicht Geräteerkennung und IP-Konfiguration.

Busbeck PROFINET-IO-Module integrieren sich direkt in dieses Ökosystem: über Standard-GSDML-Dateien in TIA Portal und anderen Engineering-Umgebungen erkannt, mit Dual-Ethernet-Ports für flexible Feldanbindung. Digitale und analoge I/O-Kanäle bieten zuverlässige Feldanbindung für Maschinen-, Prozess- und Gebäudeautomatisierung.

Industrie-Ethernet

Arbeitet auf der Standard-Ethernet-Physikschicht (100 Mbit/s Vollduplex) — keine proprietären Feldbus-Kabel oder Stecker erforderlich. Kompatibel mit Unternehmens-IT-Infrastruktur für Skalierbarkeit, Fernwartung und Feldzugriff über VPN.

Offener Standard

Basiert auf dem offenen PROFINET-Standard der PI; Integration in Siemens SIMATIC, Beckhoff, Phoenix Contact und andere PROFINET-kompatible SPSen über GSDML-Dateien. Herstellerunabhängige Architektur verhindert Lieferantenbindung.

RT / IRT Leistung

RT (Real-Time)-Modus liefert 1–10 ms Zykluszeiten für Standard-Automatisierungsanwendungen. IRT (Isochronous Real-Time)-Modus eignet sich für Bewegungssteuerung mit Mikrosekunden-Synchronisation.

Migration von PROFIBUS

PROFIBUS und PROFINET werden von derselben PI-Organisation unterstützt und teilen ähnliche Engineering-Konzepte sowie GSD/GSDML-Gerätebeschreibungsstrukturen. Migrieren Sie zur modernen Ethernet-Infrastruktur bei Erhalt Ihres Automatisierungs-Know-hows.

Netzwerkflexibilität

DCP (Discovery and Configuration Protocol) für Geräteerkennung und IP-Zuweisung. Dual-Ethernet-Ports ermöglichen flexible Modulverbindung.

Schnelle Inbetriebnahme

Nach Import der GSDML-Datei in TIA Portal oder ein kompatibles Engineering-Tool kann das Modul innerhalb weniger Minuten ins Netzwerk integriert werden. Webbasierte Parameterkonfiguration und Diagnosefunktionen verkürzen die Wartungszeit.

Häufig gestellte Fragen

01 Was ist PROFINET und wie unterscheidet es sich von PROFIBUS?

PROFINET ist ein offenes Automatisierungsprotokoll über Industrie-Ethernet; PROFIBUS ist ein RS-485-Serienfeldbus. PROFINET bietet höhere Geschwindigkeit (100 Mbit/s–1 Gbit/s), größere Datentelegramme, unbegrenzte Adressierung und Standard-Ethernet-Verkabelung. Beide Protokolle werden von PI unterstützt und teilen ähnliche GSD/GSDML-Gerätebeschreibungskonzepte.

02 Mit welchen SPSen ist das PROFINET-IO-Modul kompatibel?

Mit jedem PROFINET-IO-Controller (SPS), der GSDML-Dateien unterstützt — einschließlich Siemens SIMATIC, Beckhoff, Phoenix Contact und anderer führender Marken. Der offene Standard verhindert Herstellerbindung.

03 Was ist der Unterschied zwischen RT, IRT und TCP/IP-Kommunikationsebenen?

TCP/IP wird für Parametrierung, Diagnose und Datentransfer zu IT-Systemen verwendet. RT (Real-Time) liefert 1–10 ms Zykluszeiten für deterministische I/O-Anwendungen. IRT (Isochronous Real-Time) wird für Bewegungssteuerung mit Mikrosekunden-Synchronisation bevorzugt.

04 Wofür dient das DCP-Protokoll?

DCP (Discovery and Configuration Protocol) dient der Erkennung von PROFINET-Geräten im Netzwerk und der Konfiguration von IP-Adressen und Gerätenamen — für schnelle Inbetriebnahme ohne DHCP-Server in kleinen bis mittleren Anlagen.

05 Wie lange dauert die Inbetriebnahme?

Nach Import der GSDML-Datei in TIA Portal oder ein anderes PROFINET-Engineering-Tool kann das Modul innerhalb weniger Minuten ins Netzwerk integriert werden. DCP-Geräteerkennung und webbasierte Parameterkonfiguration beschleunigen den Prozess weiter.

06 Kann das Modul in Sicherheitsbereichen (PROFIsafe) eingesetzt werden?

Unser Standard-PROFINET-IO-Modul ist für Anwendungen ausgelegt, die keine PROFIsafe-Zertifizierung erfordern. Für sicherheitsrelevante Anwendungen wenden Sie sich bitte an unser technisches Team.

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